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Pressespiegel

Marguerite Duras
Liebe, Tod und Tropensonne
(Die Rheinpfalz) - Exaltiertes Gefühl und schwermütige Tristesse, darstellerischer Nuancenreichtum und ein Spiel der Andeutungen geben der Inszenierung authentisches Duras-Ambiente. Ein Frauen-Stück.

Traumatische Erinnerung (Mannheimer Morgen) - Ein Lied zur Liebe von Edith Piaf wird zur Schlüsselmelodie einer existenziellen Geschichte, deren Technik der Verschlüsselung viele darstellerischen und inszenatorischen Möglichkeiten öffnet. Im Theater Felina-Areal wurde das Stück aufs selbstreferenzielle Kammerspiel hin ausgereizt, was vom Publikum mit viel Beifall goutiert wurde.

Pierre Bourdieu:
Die Ausgeschlossenen oder: Das Elend der Welt

Vier fabelhafte Schauspieler – Monika-Margret Steger, Sascha Koal, Dirk Mühlbach und Mathias Wendel – machen sich prekär und spinnen den Kultursommer-Faden „Arbeitswelten – Lebenswelten“, dem schon Brechts „Brotladen“ an gleicher Stelle verpflichtet war, weiter.
Und wie virtuos.
Da wird chorisch deklamiert, es flutscht geradezu von Figur zu Figur, und jeder bekommt sein Fett – sogar die selbstausbeutenden freien Theaterschaffenden selber. Den Rahmen bildet eine U-Bahn-Station, die immer wieder neue Prekäre generiert. Die feixen, lamentieren, reden Tacheles, berechnen Hartz IV-Möglichkeiten, singen, tanzen, saufen, betreiben Lidl-Spionage und machen Bewerbungstraining.
Escher organisiert das wie ein Streichquartett, höchst kammermusikalisch, mit einem langen traurigen Bratschen-Solo zur Altersarmut am Ende. Und es ist einem fast ein bisschen peinlich, die Kunst ins Licht zu rücken, angesichts des Wahnsinns, der hier verhandelt wird.(Scala 20 - 15. 11. 2008)

Mit seinem vierköpfigen Ensemble findet Rainer Escher für einzelne Sequenzen zwar überzeugende Darstellungsformen. Im Ganzen zerfällt der Theaterabend aber in viele Anstrengungen und gute Absichten.(Die Rheinpfalz)
Was schnell zu einer befindlichen Sozialstudie hätte werden können, wird hier souverän zu eine spannungsvollen Auseinandersetzung mit der aktuellen Arbeitswelt. Das klingt nach hartem Tobak, ist dank des starken Ensembles aber eine mitreißende und anregende Analyse von individuellen Ängsten, Hoffnungen und Alltäglichkeiten. Mannheimer Morgen

 
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