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Der Brotladen

Von Bertolt Brecht

entwurf_brotladen_07_08.jpg„Ihr, die ihr eben / Vom Essen kommt / Erlaubt, dass wir euch vortragen unser / Unablässiges Bemühen um Essen, wie ihr habt / Auch bescheideneres genügte uns schon.“ (aus „Der Brotladen“ von Bertolt Brecht.

Brechts Fragment gebliebenes Stück DER BROTLADEN entstand 1929/30 und kann als ein Vorläuferstück der „Heiligen Johanna der Schlachthöfe“ gesehen werden. Es ist die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Zeitungsjungen Washington Meyer und vom Untergang der Witwe Niobe Queck.

Im Zentrum des Spiels stehen die abseits stehenden Arbeitslosen: „Die Arbeitslosen verweisen auf ihre schlechte Lage und geben zu, daß sie die Gesetze, die über ihnen stehen, nicht kennen.“ (Brecht) DER BROTLADEN sollte nun über die sozialen Kämpfe zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten, die Kämpfe um Brot, Obdach und Arbeit berichten und die Zuschauer zum Erkennen und Verändern der gesellschaftlichen Situation provozieren.

Das Stück, seit über siebzig Jahren gespielt, entlarvt gnadenlos lustig die Mechanismen des Kapitalismus - doch wen kratzt's?

Eine selbstsedierte Gesellschaft erklärt die, die ihr die Zusammenhänge erklären für verrückt - da hilft nur das Verrückt- Spielen.

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